
Im Zeitalter des Massentourismus, der Globalisierung, der Massenmedien und der Migration muss der Fremdsprachenlehrer davon ausgehen, dass die Schüler bereits außerhalb der Schule und des Unterrichts Kontakt zu anderen Kulturen, Sprachen und deren Vertreter hatte. Dies kann im Kontext einer Urlaubsreise oder im Hausflur geschehen und trägt zum Erfahrungsschatz und zur Meinungsbildung der Schüler bei. Diesen Erfahrungsschatz und die damit in Beziehung stehenden Vorerfahrungen der Schüler gilt es für den Fremdsprachenunterricht nutzbar zu machen und als Kapital, welches die Schüler in den Unterricht einbringen, anzusehen.
Dabei muss man verschiedene Aspekte von Schülervorwissen berücksichtigen:
Neben der hier getroffenen Einteilung von Vorwissen gibt es auch andere Definitionen, die sich zum Teil überlappen, so z.B. die Definition von kindlichem Vorverständnis. (Quelle: Mike Thiedke, 2005)