Diese Seite soll über Produkte und Materialien zum interkulturellen Lernen im Fremdsprachenunterricht informieren. Exemplarisch werden einige gelungene Produkte und Ideen vorgestellt, die für den Unterricht entwickelt wurden.

Die Figur des Jan Kiepenkerl wurde für das Projekt Aktive Mehrsprachigkeit an der deutsch-niederländischen Grenze entwickelt. Die Figur des grenzüberschreitend agierenden Wanderhändlers Jan Kiepenkerl ist das verbindene Element zwischen niederländischer und deutscher Sprache, Kultur und Volk. Sie bringt Grundschülern auf beiden Sieten der Grenze die jeweils andere Schülergruppe näher und steht als Vermittler zwischen den beiden Gruppen.
Auf der umfassenden und kindgerecht gestalteten Homepage des Projekts treffen Grundschüler auf Jan Kiepenkerl. Es finden sich Ideen und Materialien für den Unterricht (für die Sprachen Englisch+ Deutsch oder Englisch+Niederländisch) in Form von:
Hier gehts zur Homepage von Jan Kiepenkerl!
Thomas Curdth hat Kunst und Englisch studiert. Für seine Masterarbeit hat er ein Projekt durchgeführt, bei dem 4.klässler, die also noch wenig Englisch können, etwas über den amerikanischen Künstler James
Rizzi lernen, und das in Braunschweig berühmte "Rizzi-Haus" betrachten. Anschließend gestalten sie selbst ein Haus und erklären es auf Englisch. Zu den farbenprächtigen Kunstwerken von Rizzi gibt es viele Unterrichtsprojekte, und manche Schulen in Braunschweig haben Wände auf der Basis seiner Motive gestaltet. Das hier vorgestellte
Projekt ist insofern besonders, als es zeigt, wie man Kunst schon im
Anfangsunterricht einer Fremdsprache einbauen kann, und wie Kunst zum Anlaß für Interkulturelles lernen wird.
Hier kommen Sie zu der medialen Präsentation, die Th. Curdt den Kindern zu Beginn gezeigt hat: Präsentation 1 / Präsentation 2
Eurogame war ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das im Januar 1998 für zweieinhalb Jahre von der Europäischen Kommission finanziert wurde. Ziel des Projektes war es, für das Lehren und Lernen der europäischen Geographie mehrsprachige, lernspielorientierte Multimedialehrmittel zu entwerfen.
Die Hauptergebnisse des Projektes liegen in einer Reihe von offline und online Lernspielen, die speziell für den Unterricht entwickelt wurden. Diese Lernspiele ermöglichen den Schülerinnen und Schülern ein gemeinschaftliches und mehrsprachiges Lernen. Sie sind an die Geographielehrpläne der jeweiligen Zielgruppe angepasst und wurden bereits in mehreren Schulen erprobt.
Ein Rollenspiel für 16-19 jährige Schülerinnen und Schüler. Bei diesem Spiel müssen Entscheidungen über die Landnutzung getroffen werden. Dabei geht es insbesondere um eine wirtschaftliche oder umweltbewusste Nutzung des Camargue Deltas.
Das Spiel wurde als offline Spiel konzipiert, mit der Möglichkeit, es später gegebenenfalls zu einem online Spiel weiterzuentwickeln.
In Verbindung mit Camarque wurden zwei weitere Quick games entwickelt. Das River Matching Spiel, bei dem die Spieler ihr Wissen über europäische Flüsse testen können und Regions Puzzle, bei dem die verschiedenen europäischen Regionen wie bei einem Puzzle zusammengesetzt werden müssen.
Locate it ist ein Strategiespiel für 16-19 jährige Jugendliche, bei dem Entscheidungen über günstige Industriestandorte getroffen werden müssen. Es enthält vielfältige geographische Informationen und ermöglicht den Spielern ein realistisches Rollenspiel, bei dem die Spieler über das Internet in Teams zusammenarbeiten können.
Explorer ist ein Abenteuerspiel für 12-14 jährige Schülerinnen und Schüler, das das Bewusstsein für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede der europäischen Ländern erweitern soll. Bei diesem Spiel werden verschiedene Entdeckungen in den europäischen Städten gemacht.
Außerdem ermöglicht es eine Online-Kommunikation zwischen den Schülern.
1998 wurden in der ersten Evaluationskampagne 185 Schülerinnen und Schüler befragt. Zum einen wurde das Schüler- und Lehrerverhalten in der Klasse, zum anderen wurden Schüler und Lehrkräfte per Fragebogen befragt. Dieser enthielt neben Fragen zum Spiel auch Fragen zur Einstellung und Wahrnehmung von Europa. Außerdem sollten sich die Schüler zu ihren Multimediakenntnissen und ihrer Einstellung zur Online-Kommunikation äußern.
Insgesamt begeisterte die Schülerinnen und Schüler vor allem die Online-Komponente der Eurogames.
Die meisten der getesteten Schülerinnen und Schüler waren mit dem Computer und dem Internetumgang bereits vertraut. Vor allem die 15-18 Jährigen waren froh darüber, das Internet /Chats auch für schulische Zwecke benutzen zu können. Aber auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler gaben ein reges Interesse für diese Art von Kommunikation an. Allgemein beurteilten alle Schüler den Kontakt zu anderen Jugendlichen aus Europa als durchaus positiv. Ihnen gefiel es, durch die Online-Kommunikation neue Leute zu treffen und dadurch etwas über andere Kulturen zu erfahren. Auch die Zusammenarbeit mit Schülern aus anderen europäischen Ländern wurde als förderlich empfunden.
Die Mehrheit der Schüler gab weiterhin an, dass sie durch die Lernspiele viel gelernt hatten.
Ein Lernzuwachs wurde von den Schülern in folgenden Gebieten wahrgenommen:
Das Lernen mittels Lernspielen wurde von den meisten Schülern als positiv empfunden. Allerdings gab es unterschiedliche Meinungen darüber, ob diese Art des Lernangebots des Lernen im Vergleich zum traditionellen Unterricht begünstige. Einige Schüler bemerkten, dass man das Spiel erst gut kennen müsse bis sich der gewünschte Lernerfolg einstelle. Außerdem machten sie deutlich, dass ein Lernspiel nicht den Lehrer ersetzt. Andere Schüler lobten dagegen vor allem die vielen Informationen, die das Spiel liefert. Zusätzlich sahen sie einen stärkeren Realitätsbezug in den Spielen als in ihren traditionellen Unterrichtsstunden.
Der Kontakt zu anderen Schülern Europas wurde von allen Schülerinnen und Schülern als positiv empfunden. Allerdings bemängelten viele Schüler, dass während des Spiel zu wenig Zeit für die Entwicklung intensiver Kontakte ist und dass durch das Spiel kein weitergehender Kontakt aufbauen werden könne. Einige Schüler waren auch der Meinung, dass über den Computer gar keine gefühlsbezogenen Kontakte entstehen können. Insgesamt wollte die Mehrzahl der befragten Schüler allerdings erneut in den Kontakt zu den europäischen Mitspielern treten und wenn die Möglichkeit bestünde, würden die meisten Schüler das andere Land auch besuchen.
Die Europäische Union gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Unterrichtsmaterialien für Kinder und Jugendliche heraus. Drei dieser Broschüren werden hier vorgestellt (erhältlich ab 2007).
Zusammen mit dem Eurofuchs können sich die Kinder mit diesen Materialien nicht
nur über die Entstehung und den Aufbau der Europäischen Union sowie über die
geographischen, sprachlichen und kulturellen Besonderheiten der EU-Mitgliedsstaaten
informieren, sondern auch über die Währung der europäischen Gemeinschaft. Des
Weiteren werden EU-geförderte Projekte für Kinder und Jugendliche in Deutschland
und unter anderen die Austauschprogramme Comenius und Erasmus vorgestellt.
Die Materialien bestehen aus:
• Einem Arbeitsheft
• Einem Bastelbogen
• Einem Lösungsbogen
Bei den Rätseln und Aufgaben in diesem Heft können die Kinder ausmalen, basteln
und nach zusätzlichen Informationen suchen. Besonders im vorderen Teil des Heftes
sollten sie im Umgang mit dem Atlas oder einer Karte vertraut sein, da in den
Rätseln und Aufgaben zu den Ländern der EU nach vielen geographischen Einzelheiten
gefragt wird.
Diese Broschüre, deren Titel in 20 der 23 Amtssprachen der EU abgedruckt ist,
stellt die 25 EU-Mitgliedsstaaten mit comicähnlichen Abbildungen vor. Die Länder
werden in ihrer Landessprache vorgestellt. Neben der Fläche und Einwohnerzahl
ist auch das Beitrittsjahr angeben.
Diese Broschüre richtet sich an Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren. Unterstützt von vielen farbigen Bildern erhalten die Kinder durch zahlreiche geographische und kulturelle Informationen einen Überblick über Europa und die EU. Ein weiterer Schwerpunkt ist die historische Entwicklung Europas und der EU sowie deren Aufgabenbereiche.

Zu dieser Broschüre gehört ein Online-Quiz, das unter dem Link www.europa.eu.int/europago/explore/
zu finden ist.
Hier finden sich für jedes Kapitel zum Teil auch knifflige Fragen. Die Kinder
können wählen, zu welchen Kapiteln sie Fragen beantworten wollen.
Die Broschüre verweist außerdem auf die Webseite EuropaGo, auf der
viele Spiele rund um das Thema EU und Europa gespielt werden können.
Wenn Sie sich dafür interessieren, klicken Sie bitte hier: http://europa.eu/europago/welcome.jsp
Diese Spiele können allerdings nur nach einer vorherigen Anmeldung auf dieser
Seite genutzt werden.
Eine solche Arbeit kann
im Studium oder einer 11.-13.Klasse angefertigt werden.
Die Distanz zu einem anderen durch einen Brief aufheben – der Postzug, der Briefe bringt… Der Weg des Nachtzugs – ein berühmtes Gedicht von W.H. Auden wird hier vorgestellt, als Collage gesprochen, geschrieben und mit Musik unterlegt von J. Cole (2008). Die historische Fassung der BBC kann aus copyright Gründen nicht in das Portal gestellt werden. Die Musik der Collage diente dem poetry project. Es könnte als Anregung für andere Schüler oder Studierende dienen und ist deswegen in dieses Portal gestellt. Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.
Klicken Sie hier, dann können
Sie sich die Powerpoint-Präsentation von J. Cole ansehen.
Klicken Sie hier, dann
können Sie sich das experimentelle Video von J. Cole ansehen.
Die Anzahl der Unterrichtsmaterialien ist riesig.
Exemplarisch sei hingewiesen auf Lernmaterial für die Sekundarstufe für eine
bestimmte Grenzregion, nämlich Elsass-Pfalz.
Annette Kliewer (2006). Interkulturalität und Interregionalität.
Literaturunterricht an der Grenze. Buch und CD-Rom. Schneider Verlag Hohengehren.