Die Insel des Interkulturellen Lernens – eine E-learning-Website der TU Braunschweig, Englisches Seminar

Einführung und Nutzerhinweise

Theorie: Weiterlesen Unterricht

Ein dauerndes didaktisches Thema: der authentische Text

Drei Formen von Authentizität können heuristisch unterschieden werden:

  1. landeskundlich
  2. sprachlich
  3. pädagogisch


(1) kann letztlich immer nur in Annäherungen in den Unterricht kommen:
Begrenzungen:


(2) soll und kann der native speaker das Ideal sein?
Wir wissen, dass viele Muttersprachler immer ihren Akzent behalten (z.B. viele Deutsche, Spanier, die Englisch sprechen etc.)
Im Grundschul- Unterricht ist die unzureichende Sprachpraxis vieler Lehrerinnen bekannt. Soll man deshalb auf den Frühbeginn verzichten, obwohl er bildungspolitisch gewünscht wird?
Die Briten haben sich längst damit abgefunden, dass es von der Weltsprache Englisch sehr viele Varianten gibt. Wie britisch muss also die Aussprache der deutschen Lehrer/ Schüler sein?
Der native speaker beherrscht zwar seine Muttersprache, aber er kennt das bildungspolitische und kulturelle System des jeweiligen Landes wenig, im Vergleich zum einheimischen Lehrer. Beide Dimensionen sind aber im Unterricht wichtig.
In der aktuellen fachdidaktischen Diskussion wird vom Ziel des Authentischen einerseits stark Abstand genommen, andererseits gilt etwa E-Mail Kommunikation als Ausweg, und die Datenbanken zur englischen Gegenwartssprache geben uns gute Recherchemöglichkeiten.
Ein sinnvoller Ausweg ist eine Auseinandersetzung mit (3), der pädagogischen Authentizität in der jeweiligen Lehr- und Lernsituation.
Authentisch ist dann das, was in der konkreten Stunde/ Lernerfahrung gesprochen mitgeteilt und notiert wird.

Zusammenstellung von A. Kubanek (2006)