Die Insel des Interkulturellen Lernens – eine E-learning-Website der TU Braunschweig, Englisches Seminar

Einführung und Nutzerhinweise

Expertencenter

Das Europa-Sprachenportal
http://www.europa.eu/languages

Das europäische Sprachenportal ist eine überarbeitete Fassung des Mehrsprachigkeitsportals.
Es informiert über folgende Themenkomplexe:

Sprachenvielfalt
Nach der Charta der Grundrechte der EU aus dem Jahr 2000 ist die Union verpflichtet, die Sprachenvielfalt zu achten. Die Europäische Kommission unterstützt neue Aktivitäten, die über das Sprachenlernen informieren, die Bürger/innen zum Sprachenlernen motivieren, den Zugang zu Sprachenlernangeboten verbessern und Beispiele von Good Practice im Bereich des Sprachenlehrens verbreiten.

Sprachenlernen
Die Europäische Union ermutigt ihre Bürger/innen ausdrücklich, europäische Sprachen zu erlernen, sowohl aus Gründen der beruflichen und persönlichen Mobilität als auch als Anreiz, Kontakte zu anderen Kulturen zu knüpfen und sich gegenseitig besser zu verstehen.
Mit dem Aktionsplan (2004-2006) sollen die bereits laufenden Förderprojekte zum Sprachenlernen und zur Sprachenvielfalt ausgebaut werden. Er setzt Schwerpunkte beim lebenslangen Sprachenlernen, bei der Qualität des Fremdsprachenunterrichts und der Förderung eines sprachenfreundlichen Umfeldes.

Sprachenlehren
Die Rolle der Schule beim Sprachenlernen geht über den reinen Sprachunterricht hinaus und betrifft nicht nur die Sprachenlehrkräfte. Heutzutage muss die Schule die Kinder auf eine Gesellschaft vorbereiten, die offen für andere Kulturen ist und in der sie mit Menschen aus zahlreichen Ländern und mit unterschiedlichsten Traditionen in Berührung kommen.
Gemeinsame Projekte mit Schulen anderer Länder, die mit einem Schüleraustausch abschließen, können ein starker Motivationsfaktor für das Sprachenlernen sein. Diese Projekte können in einer Sprache abgewickelt werden, die nicht im Lehrplan steht, und schließen direkte Kontakte mit jungen Menschen ein, die die betreffende Sprache als Muttersprache sprechen.

Übersetzen
Ein mehrsprachiges System wie die Europäische Union braucht professionelle Sprachmittler, um reibungslos funktionieren zu können. Die Rolle der Sprachendienste der europäischen Institutionen ist es, die Mehrsprachigkeit in der EU zu stützen und zu stärken, und dazu beizutragen, den Bürgern die Politik der Europäischen Union näher zu bringen. Insbesondere durch die Arbeit der Übersetzer schriftlicher Texte kann die Europäische Union ihren rechtlichen Verpflichtungen der Information und Kommunikation gegenüber den Bürgern nachkommen.

Dolmetschen
Die Europäische Union hat 25 Mitgliedstaaten und 20 Amtssprachen. Diese mehrsprachige Praxis ist einmalig in der Welt. Der Mehraufwand, den dies für die EU-Institutionen bedeutet, scheint auf den ersten Blick die damit verbundenen Vorteile zu überwiegen. Aber diese Mehrsprachigkeit hat gute Gründe. Die Europäische Union erlässt Rechtsvorschriften, die unmittelbar für die Bürger und Unternehmen in der EU gelten. Rechtsstaatliche Prinzipien erfordern daher, dass den Menschen und den Gerichten in den Mitgliedstaaten diese Rechtsvorschriften, die von ihnen einzuhalten oder anzuwenden sind, in einer Sprache zugänglich sind, die sie verstehen.

Sprachentechnologien
Immer mehr Europäer arbeiten über die nationalen Grenzen hinweg zusammen, um ihre Ressourcen zu bündeln, Erfahrungen auszutauschen und in der heutigen zunehmend globalisierten Welt wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies bedeutet gewöhnlich, dass man entweder in vielen oder aber in einer Sprache zusammenarbeitet.
Die Tendenz zur Einsprachigkeit kann man im Internet beobachten. Dort kann sich jeder an ein globales Publikum wenden, aber nur wenige tun dies in allen Sprachen.
Durch Informations- und Kommunikationstechnologien kann die kulturelle Vielfalt Europas aber möglicherweise auch bereichert werden, was auch bereits geschieht. Schon heute helfen maschinengestützte Übersetzungstechnologien professionellen Übersetzern dabei, effizienter zu arbeiten.